Auswahlhilfe

Filterklasse, Frontmaß, Tiefe, Taschenzahl – vier Angaben genügen, um den passenden Taschenfilter für Ihre Anlage zu bestimmen. Diese Anleitung führt Sie in vier Schritten zur richtigen Bestellung, auch wenn kein Anlagendatenblatt mehr vorliegt.

1 2 3 4 Filterklasse Frontmaß Tiefe Taschenanzahl G4 bis F9 Breite × Höhe z. B. 500 mm z. B. 8 Taschen

1Filterklasse bestimmen

Die Filterklasse ergibt sich aus der Anwendung. Als Faustregel: G4 als Vorfilter und für einfache Anforderungen, M5/M6 für Büro- und Gewerbegebäude, F7 als Standard-Zuluftfilter, F9 für sensible Bereiche. Am einfachsten: Übernehmen Sie die Klasse des ausgebauten Filters – sie steht auf dem Rahmenaufkleber. Details im Filterklassen-Vergleich.

2Frontmaß messen

Wo Sie messen: die vier Maße am Taschenfilter Höhe Breite Tiefe Taschenanzahl = Anzahl der Bahnen im Rahmen (hier: 5) Frontmaß = Breite × Höhe, gemessen am Rahmen des ausgebauten Filters

Das Frontmaß (Breite × Höhe) muss exakt zum Filtergehäuse bzw. zur Aufnahmeschiene passen. Die gängigen Standardmaße basieren auf dem 610er-Raster:

592 × 592 mm
Vollmaß – der häufigste Fall
490 × 592 mm
Dreiviertelmaß
287 × 592 mm
halbes Maß
weitere Maße
287 × 287, 490 × 892, 592 × 892 …

Messen Sie im Zweifel den ausgebauten Filter am Rahmen nach – nicht die Gehäuseöffnung, denn der Filterrahmen sitzt mit wenigen Millimetern Spiel in der Führung.

3Tiefe wählen

Die Taschentiefe (üblich sind 360 bis 640 mm) bestimmt die Filterfläche: Je tiefer die Taschen, desto mehr Medium steht zur Verfügung, desto geringer ist die Anfangsdruckdifferenz und desto länger die Standzeit. Wählen Sie die größte Tiefe, die Ihr Gehäuse zulässt – das zahlt sich über niedrigere Energie- und Wechselkosten aus. Prüfen Sie lediglich, dass die Taschen nicht an Einbauten oder Klappen anstoßen.

4Taschenanzahl festlegen

Auch die Taschenzahl (üblich 4 bis 10 je nach Frontmaß) vergrößert die wirksame Filterfläche. Mehr Taschen bedeuten geringeren Widerstand bei gleichem Volumenstrom – sinnvoll bei hoher Luftleistung oder wenn lange Standzeiten gefordert sind. Bei geringeren Volumenströmen genügt die kleinere Taschenzahl, was den Preis reduziert. Orientieren Sie sich am Nennvolumenstrom Ihrer Anlage: Für ein 592 × 592-Element gilt 3.400 m³/h als üblicher Auslegungswert.

✓ Checkliste für die Bestellung

  • Filterklasse (z. B. F7 / ISO ePM1)
  • Frontmaß Breite × Höhe (z. B. 592 × 592 mm)
  • Tiefe (z. B. 500 mm)
  • Taschenanzahl (z. B. 8 Taschen)

Mit diesen vier Angaben finden Sie jedes Modell direkt über unsere Kategorien – oder Sie senden uns die Daten (gern auch ein Foto des Typenschilds) über das Kontaktformular. Als Hersteller fertigen wir auch Sondermaße und beraten bei der Auslegung.